Ölfreier Schraubenkompressor SCR-110 WG Antriebsleistung 110 kW, Liefermenge FAD 1 170 Nm³/h bei 7 bar, Wasserkühlung, feste Drehzahl, Druck 7 / 8 / 10 bar
Artikelnummer: SCR-110/7WG-IE4 SCR-110/8WG-IE4 SCR-110/10WG-IE4 Variante wählenProduktdetailbeschreibung
110 kW · Klasse 0SCR-110 WG ist ein ölfreier Schraubenkompressor mit einer Antriebsleistung von 110 kW, wassergekühlt und mit fester Drehzahl. Er wird in drei Druckausführungen geliefert: 1 170 Nm³/h bei sieben bar, 1 092 bei acht und 990 bei zehn bar. Die Luft verdichten zwei Schraubenblöcke in zwei Stufen, und die Rotoren werden nicht geschmiert — in der Druckluft ist deshalb kein Öl, nicht herausgefiltertes, sondern überhaupt keines. Der Austritt ist DN 65, der Schalldruckpegel 79 dB(A). Der Motor erreicht den Wirkungsgrad der Klasse IE4.
Was die Bezeichnung SCR-110 WG bedeutet
Die Zahl in der Bezeichnung ist die Antriebsleistung in Kilowatt, die Buchstaben dahinter sagen zwei Dinge. W am Anfang des Kürzels bedeutet Wasserkühlung, und ohne V läuft die Maschine mit fester Drehzahl. Die Wärme geht über Wasser-Luft-Wärmetauscher ab, nicht in den Raum. Die Maschine ist leiser und leichter als das luftgekühlte Gegenstück, braucht aber einen Kühlwasserkreis. Nach Erreichen des Drucks geht die Maschine in den Leerlauf — der Motor dreht den Block weiter, erzeugt aber keine Luft. Bei gleichmäßiger Abnahme macht das nichts; bei schwankender wird daraus ein spürbarer Teil der Stromrechnung.
Was in SCR-110 WG steckt
Zwei Stufen, zwei Blöcke

Die Luft durchläuft zwei Schraubenblöcke hintereinander. Die erste Stufe verdichtet sie auf etwa 2 bar, der Zwischenkühler kühlt sie ab und die zweite Stufe bringt sie auf den Enddruck. Die Rotoren werden nicht geschmiert — die erste Stufe ist aus Kohlenstoffstahl, die zweite aus Edelstahl, beide mit einer Beschichtung auf MoS₂-Basis. Den Rotorraum trennen eine Labyrinth- und eine hermetische Dichtung aus Edelstahl vom Getriebe, die Wellen laufen in Lagern von SKF.
Warum eine Beschichtung statt Öl

Wo eine geschmierte Maschine Öl in den Block einspritzt, senkt hier eine Beschichtung aus Molybdändisulfid auf den Rotoren und an der Innenwand des Gehäuses die Reibung. Laut Hersteller wächst dadurch die Zeit zwischen Generalüberholungen deutlich — und gerade der Austausch des ganzen Blocks ist bei ölfreien Maschinen der teuerste Posten, der im Betrieb auftreten kann.




Drei Druckausführungen, drei Bestellnummern
Die Maschine wird in einem von drei Drücken bestellt und ab Werk darauf eingestellt — es ist kein Schalter am Bedienfeld. Höheren Druck bezahlt man immer mit Luft: zwischen sieben und zehn bar sind es 15 % der Liefermenge bei völlig gleicher Antriebsleistung von 110 kW. Es lohnt sich deshalb herauszufinden, welchen Druck die Verbraucher am Ende wirklich brauchen, statt eine Reserve blind mitzukaufen.
| SCR-110 WG — drei Druckausführungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| Druck | Bestellnummer | Liefermenge FAD | Volumenstrom | Wann sie zu wählen ist |
| 7 bar | SCR-110/7WG-IE4 | 1 170 Nm³/h | 19 500 l/min | die meiste Luft aus demselben Motor; reicht für die meisten Netze |
| 8 bar | SCR-110/8WG-IE4 | 1 092 Nm³/h | 18 200 l/min | der übliche Druck in industriellen Netzen, Reserve für Druckverluste |
| 10 bar | SCR-110/10WG-IE4 | 990 Nm³/h | 16 500 l/min | nur wenn ein Verbraucher am Ende es wirklich verlangt |
Die Regelung ist bei fester Drehzahl zweistufig: entweder die Maschine erzeugt Luft, oder sie läuft leer.
Was die Maschine vom Betrieb verlangt
Wie viel Platz sie braucht und wie laut sie ist

Die Maschine misst 2 880 × 1 960 × 2 110 mm (L × B × H) und wiegt 3 400 kg, auf dem Boden nimmt sie also 5,64 m² ein. Maße und Gewicht unterscheiden sich zwischen den Druckausführungen nicht. Mit 79 dB(A) gehört sie in eine eigene Kompressorstation — das ist Industrietechnik und keine Maschine neben den Arbeitsplatz. Außer Strom braucht sie einen Kühlwasseranschluss; dafür heizt sie den Raum nicht auf, und die Wärmeabfuhr müssen Sie nicht über eine Lüftung lösen. Der Druckluftaustritt ist DN 65.
Was die Maschine verbraucht
Auf jeden Kubikmeter Luft pro Minute entfallen bei der Sieben-bar-Ausführung rund 5,6 kW Nennleistung (110 kW auf 19 500 l/min). Bei höheren Drücken ist es schlechter, denn die Antriebsleistung bleibt gleich und die Luftmenge nimmt ab. Der Wert ist aus der Tabelle des Herstellers gerechnet und lässt sich deshalb direkt mit der Maschine vergleichen, über die Sie daneben nachdenken. Bei Teillast sinkt der Verbrauch dagegen nicht im gleichen Maß — die Maschine geht in den Leerlauf und der Motor nimmt weiter Energie auf. Wenn Ihre Abnahme schwankt, sehen Sie sich die Ausführung mit Umrichter an.
Steuerung SCR9000

Ein farbiges Sieben-Zoll-Touchdisplay oder acht Navigationstasten. Sie zeigt Druck, Temperatur, Energieverbrauch und Betriebsstunden an, überwacht die Wartungsintervalle und kehrt nach einem Netzausfall selbst in den Betrieb zurück. Über Modbus RS485 lässt sich SCR-110 WG in eine Verbundsteuerung von bis zu sechzehn Kompressoren einbinden — in dieser Größe werden solche Anlagen üblicherweise gebaut.
Wo die Luft aus SCR-110 WG eingesetzt wird
Eine ölfreie Maschine kauft man nicht aus Bequemlichkeit, sondern weil eine andere nicht in Frage kommt. Der Prospekt des Herstellers nennt sechs Branchen — überall dort berührt die Luft das Produkt, die Verpackung oder den Menschen.





Ausstattung und Zubehör
Was SCR-110 WG serienmäßig kann
- Ölfreie Druckluft der Klasse 0 nach ISO 8573-1
- Zweistufige Verdichtung, zwei Schraubenblöcke mit Zwischenkühler
- Rotoren und Gehäusewand mit Beschichtung auf MoS₂-Basis, doppelte Dichtung aus Edelstahl
- Radial- und Axiallager von SKF
- Kühlung mit Wasser über Wasser-Luft-Wärmetauscher
- Feste Drehzahl, Saugregler
- Wählbarer Druck 7, 8 oder 10 bar, Austritt DN 65
- Steuereinheit SCR9000 mit Farbdisplay
- Messung des Energieverbrauchs, vier Druckbänder, Wochenplanung des Betriebs
- Modbus RS485 und Verbundsteuerung von bis zu sechzehn Kompressoren
- Motor mit dem Wirkungsgrad der Klasse IE4
Was sich dazubestellen lässt
- Zyklonabscheider für Wasser, in die Maschine integriert
- Wärmerückgewinnung — Wasser-Öl-Wärmetauscher für die Erwärmung von Brauchwasser
- HOC-Vorbereitung für einen verlustfreien Trockner mit Wärmeregeneration
- Schwingungsdiagnose — Sensoren, die den Zustand der Lager überwachen
Worin es sich von benachbarten Maschinen unterscheidet
Liegt der Bedarf genau an der Grenze von 1 170 Nm³/h bei sieben bar, lohnt der Vergleich der Nachbarstufen: eine Stufe tiefer liefert 960 Nm³/h bei sieben bar der wassergekühlte SCR-90 WG, eine Reserve von 1 380 Nm³/h bei sieben bar bringt SCR-132 WG. Schwankt der Bedarf während der Schicht, hilft der Frequenzumrichter im SCR-110 WGV mit 3 600 kg. Fehlt Kühlwasser, übernimmt der luftgekühlte SCR-110 G — 80 dB(A), 3 500 kg.
Ventilek rät
Feste Drehzahl ist kein Mangel — sie ist günstiger, und bei gleichmäßiger Abnahme zahlt sich der Umrichter nicht aus. Achten Sie nur auf eines: wie viele Stunden am Tag SCR-110 WG leer laufen würde. Über etwa einem Drittel der Zeit lohnt es sich, die Ausführung mit Umrichter durchzurechnen.
Die Liefermenge FAD ist nach ISO 1217 gemessen und für jeden der drei Drücke angegeben, in denen die Maschine geliefert wird; Werte bei anderen Frequenzen hat der Hersteller in den technischen Datenblättern auf Anfrage. Der Schalldruckpegel gilt in 1 m Abstand von der Maschine mit einer Toleranz von ± 3 dB(A). Die Reinheitsklasse der Luft definiert ISO 8573-1.
Zusätzliche Parameter
| Kategorie: | Kompressoren für alle Anwendungen - Hobby und Industrie |
|---|---|
| Kompressortyp: | Schraubenkompressor |
| Druck: | 7 bar, 8 bar, 10 bar |
| Verschiebung: | 19 500 l/min |
| Verbindung: | DN65 |
| Leistungsaufnahme des Motors: | 110 kW |
| Netzspannung: | 400/50 V/Hz |
| Schmierung: | Ölfrei |
| Geräuschpegel: | 79 dB(A) |
| Motor: | Elektrisch |
| Fahren: | Direkt |
| Lufttrockner: | Ne |
| Verwenden: | Professional |
| Gebäude: | Stationär |
| Frequenzumrichter: | NEIN |
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