Im technologischen System der Erzeugung und Aufbereitung von Druckluft kommt es in allen Geräten zur stofflichen Umwandlung von Wasserdampf in Wasser, das sich mit festen Verunreinigungen und Öl verbindet und eine Emulsion namens Kondensat bildet. Das Kondensat muss aus allen Zyklonabscheidern, Filtern, Trocknern und Druckbehältern abgelassen werden, was sich mit Hilfe mehrerer technischer Lösungen mit verschiedenen Vorzügen und in unterschiedlichen Preisklassen realisieren lässt.
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Manuelle AbleitungDie einfachste Lösung der Ableitung, gebildet von einem Ventil, das das Bedienpersonal von Hand öffnet. Der Nachteil ist das Versagen des menschlichen Faktors, wenn das Bedienpersonal die Ableitung durchzuführen vergisst, und es droht ein hohes Risiko des Eindringens von Kondensat in den weiteren Teil des Luftsystems. Diese Art der Ableitung kann den Anwender nicht über die Notwendigkeit einer Wartung informieren, oft wird die Bedienung so unnötig durchgeführt und mit Kosten für die abgelassene Luft und Stillstände. |
SchwimmerableitungEine einfache automatische Ableitung mit niedrigem Preis. Schwimmerableiter werden entweder in die Behälter oder von der Außenseite integriert und funktionieren nach dem Prinzip eines Schwimmerkörpers, der vom Kondensatspiegel angehoben wird. Der Betrieb braucht keine Wartung, es droht jedoch das Risiko, dass größere Verunreinigungen den Schwimmer im angehobenen Zustand blockieren und es zu einer massiven Druckentlastung des Druckluftsystems kommt. |
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Zeitgesteuerte AbleitungDer zeitgesteuerte Ableiter wird von einem Magnetventil gebildet, das von einer Spule mit Zeitrelais gesteuert wird. |
Elektronische AbleitungElektronische Ableiter sind die modernsten und teuersten Systeme zur Kondensatableitung. Für ihren Betrieb brauchen sie elektrische Energie. Die Konstruktion mit beweglichem Körper, kapazitiven Niveausensoren, elektronischer Steuerung und Magnetventil bietet einen perfekten automatischen Betrieb nach Bedarf, ohne unnötige Verluste und mit Möglichkeiten der Fernmeldung und Visualisierung des Zustands auf dem Steuerpanel. |
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Funktion des elektronischen Ableiters
Das Kondensat tritt über die Eingangsöffnung (1) in den Ableiter ein und sammelt sich im Behälter (2). Das Ansteigen des Kondensatspiegels im Inneren des Behälters verschiebt den frei auf einem Stift (4) befestigten beweglichen Körper nach oben. Der Stift ist entweder mit einem oder mit zwei kapazitiven Sensoren ausgestattet, die die minimale oder maximale Höhe des Kondensatspiegels erfassen. Die Angabe vom Sensor wird in das elektronische System geführt. Wenn der Spiegel im maximalen Zustand ist, lässt die Einheit elektrischen Strom auf die Spule des Magnetventils (5,6), das sich öffnet und das Kondensat zum Ausgang (8) ablässt, an den ein Abflussschlauch (9) angeschlossen ist. Sobald der Spiegel sinkt, schließt sich das Ventil.
Nach diesem Prinzip wird nur das Kondensat abgelassen und keine Luft, was eventuellen Verlusten und erhöhten Kosten für den Luftverbrauch vorbeugt. Außer dem Standardlauf ist der elektronische Ableiter mit einer Erkennung einer möglichen Blockierung des Systems ausgestattet und kann das Bedienpersonal entweder am Panel oder über eine Fernverbindung auf ein Problem hinweisen. Vor Verunreinigungen ist die Mechanik des Ventils durch einen Filter (7) geschützt.




