Welchen Kompressor für die Werkstatt wählen ?

Luftkompressoren finden breite Anwendung in vielen Bereichen. Sie finden sie in der Produktion, in Garagen und Werkstätten, auf der Baustelle und in der Lebensmittelindustrie. Verschiedenen Zwecken dienen verschiedene Arten von Kompressoren unterschiedlicher Leistungsfähigkeit – außer größeren Geräten für den Betrieb bietet der Markt eine ganze Reihe von Kompressoren zur Nutzung in der Heimwerkstatt. Gerade auf diese konzentrieren wir uns im heutigen Artikel.

Kompressoren werden nach der Leistung unterschieden, wobei uns in der Regel vor allem die Ausgangsleistung interessiert. Vom Hersteller wird jedoch meist eher die Ansaugleistung angegeben. Die Ausgangsleistung rechnen Sie sich aber einfach selbst aus. Vereinfacht lässt sich annehmen, dass sie etwa 70% der Ansaugleistung beträgt.

Weiter hat man die Wahl zwischen Kompressoren mit Druckbehälter (Druckluftbehälter) und ohne ihn, oder zwischen ölgeschmierten und ölfreien Kompressoren. Ölfreie Kompressoren sind billiger und sauberer, aber auch lauter und mit begrenzter Leistung. Ihr Vorteil ist, dass sie beim Transport keine Ölflecken hinterlassen und die ausgeschobene Luft nicht durch Öldämpfe verunreinigt ist. Deshalb kommen sie in der Lebensmittelindustrie zum Einsatz, z. B. zum Druckbeaufschlagen von Bierfässern.

Für die Verwendung in der Werkstatt sind etwas geeigneter ölgeschmierte Kompressoren. Sie haben eine bessere Leistungsfähigkeit und eine längere Lebensdauer, das Schmieröl beeinflusst zudem günstig auch eventuelle vom Kompressor angetriebene Druckluftwerkzeuge.
In der Werkstatt nutzen Sie den Luftkompressor vor allem zum Ausblasen mit Druckluft, Lackieren oder zum Antrieb von Druckluftwerkzeugen.

1) Ausblasen mit Druckluft

Wenn Sie einen Kompressor zum Aufpumpen von Reifen oder Rädern und zum Aufblasen von Gummiprodukten wollen, haben Sie zwei Möglichkeiten:

  • Kleiner 12V-Kompressor ohne Druckluftbehälter
  • 230 V Kompressor mit Druckluftbehälter

a) Kleiner 12V-Kompressor ohne Druckluftbehälter

Zum Aufblasen von Gummiprodukten wie Booten, Matratzen oder Bällen genügt reichlich ein kleines 12V-Gerät ohne Druckluftbehälter, das Sie aus dem Zigarettenanzünder speisen können. Es lässt sich aber auch zum Aufpumpen von Autoreifen nutzen. Der Vorteil ist, dass es leicht und einfach tragbar ist und Sie es auch auf Reisen mitnehmen können. Nur muss man manchmal mit häufigeren Pausen und damit einer längeren Pumpdauer rechnen.

Mit Druckluft aus dem Kompressor, versehen mit einer Düse, blasen Sie z. B. Sägespäne von der Arbeitsfläche ab, reinigen aber auch enge Spalten oder andere beengte Räume. Verwenden Sie jedoch niemals einen Luftkompressor zur Reinigung von Kleidung oder Körperteilen.

Zum Sandstrahlen rostiger Metalloberflächen oder zum Entfernen von Farbe setzen Sie an den Schlauch eine Sandstrahlpistole mit integriertem Sandbehälter.

Die Preise der kleinsten Kompressoren mit einer maximalen Leistung bis 20 bar und oft niedriger Lebensdauer beginnen bei 200 Kronen, für die hochwertigeren geben Sie auch mehr als 1000 Kronen aus.

b) 230 V Kompressor mit Druckluftbehälter

Größere Kompressoren, die Sie an die Steckdose im Haus anschließen, sind leistungsfähiger, in der Regel widerstandsfähiger und eignen sich zudem auch für weitere Werkstattarbeiten. Der Druckluftbehälter funktioniert als Speicher, der die erzeugte Luft ansammelt, und der Kompressor muss so während des Vorgangs nicht unnötig ununterbrochen arbeiten. Für das Aufpumpen zu Hause werden Kompressoren mit einem Speicher von 8 Litern und mehr verwendet.

In die Werkstatt, wo der Kompressor nicht durchgehend verwendet wird (wie es etwa in der Produktion der Fall ist), eignet sich ein Kolbenkompressor. Der Luftverbrauch zum Ausblasen und Aufpumpen wird mindestens 50 l/min betragen. Mit dessen Anstieg steigt dann die Nutzbarkeit des Kompressors auch zum Lackieren oder zur Verwendung von Druckluftwerkzeugen.

2) Lackieren

Eine Spritzpistole, angetrieben von Luft aus dem Kompressor, ist zum Färben größerer Flächen unentbehrlich, sie lohnt sich aber auch beim Lackieren kleinerer. Die Pistole hinterlässt keine Spuren des Anstrichs wie ein Pinsel und wird zum Spritzen von Türen oder Fenstern, zum Streichen von Wänden und vor allem für das Lackieren von Automobilen zu Hause genutzt.

Für die Arbeit ohne ständige Unterbrechung zum Druckaufbau ist es angebracht, einen Kompressor mit Druckluftbehälter und mit einer Ausgangsleistung von mindestens etwa 250 l/min zu verwenden. Zum Spritzen kleiner Flächen kommen Sie aber mit einem Luftverbrauch bis 160 l/min aus.
Bei Lackierarbeiten nutzen Sie auch einige der vom Kompressor angetriebenen Druckluftwerkzeuge.

3) Antrieb von Druckluftwerkzeugen

Druckluftwerkzeuge sind in der Bedienung weniger anspruchsvoll als elektrische. Sie sind auch leichter zu warten und haben eine höhere Lebensdauer. Auf dem Markt hat man die Wahl aus hochwertigen Werkzeugen mit sehr breiter Nutzung – von Klammergeräten oder Naglern bis zu Schlagschraubern und Meißelhämmern.
Direkt in unserem Angebot entdecken Sie etwa folgende handgeführte Druckluftwerkzeuge:

  • Schlagschrauber und Ratschenschrauber
  • Stabschleifer, Winkelschleifer und Exzenterschleifer
  • Blechknabber, Karosseriesägen
  • Bohrmaschinen, Schrauber
  • Meißelhämmer, Nietzangen
  • Druck-Schmierstoffgeber
  • Sonstige Werkzeuge

Sämtliche angebotenen mit Druckluft angetriebenen Werkzeuge zeichnen sich durch einfache Verwendung aus, bei ihren günstigen Abmessungen und ihrem Gewicht vermögen sie maximale Kraft zu entwickeln. Sie decken eine breite Reihe von Arbeiten in der Schlosserei wie auch in der üblichen Heimwerkstatt ab. Der Luftverbrauch bewegt sich meist zwischen 100 und 300 l/min, manche Geräte können ihn auch höher haben.

In der Kfz-Werkstatt nutzen Sie außer Schleifern, Blechknabbern und Blechsägen auch Scheibenausschneider oder Aufkleberentferner.