Ein guter Kompressor ist oft ein unentbehrlicher Helfer beim Lackieren. Das Auftragen von Farbe mit einer vom Kompressor angetriebenen Spritzpistole ist durch Geschwindigkeit und auch Qualität vorteilhaft, weil man auch auf größeren Flächen den sichtbaren Spuren entgeht, die z. B. ein Pinsel hinterlässt. Dieser ist so eher auf kleinere Flächen anwendbar.
Für die größeren ist schon eher gerade die Spritzpistole geeignet. Sie nutzen sie beim Auftragen von Farbe auf Türen und auch als Alternative zum Streichen von Wänden. Praktisch unentbehrlich ist sie aber vor allem für das Spritzen von Anstrichstoffen beim Lackieren von Automobilen.
Wie wählt man den richtigen Kompressor zum Lackieren?
Wenn Sie lackieren wollen, wählen Sie einen Kolbenkompressor mit Druckluftbehälter. Der Druckluftbehälter ist ein Druckbehälter, in dem sich die erzeugte Druckluft ansammelt, und der Kompressor muss also nicht ständig arbeiten. Damit er beim Lackieren nutzbar ist, sollte er ein Volumen von mindestens 50 l haben. Ein Kompressor für zusammenhängendere Arbeit an mittelgroßen Flächen (Motorhaube eines Autos) ist ideal mit einer Ausgangsleistung von mindestens 250 l/min. Für eine kleinere Spritzpistole und kleinere Flächen genügt eine Leistung bis 200 l/min.
Besonders bei größeren Flächen ist es gut, die Leistung des Kompressors nicht zu unterschätzen – je höher sie nämlich ist, desto weniger Pausen zum erneuten Druckaufbau werden Sie bei der Arbeit machen müssen. Gerade beim Spritzen von Farbe erfreuen solche erzwungenen Pausen nicht immer. Im schlimmsten Fall können Sie ein wenig leistungsfähiges Gerät ganz zerstören. Kleine Hobbykompressoren sind für ein Lackieren größeren Umfangs praktisch unbrauchbar.
Für die Werkstatt und die Kfz-Werkstatt eignen sich für übliche Arbeiten eher ölgeschmierte Kompressoren, die leistungsfähiger sind, eine längere Lebensdauer und geringeren Verschleiß haben. Zudem müssen sie nicht nachträglich geschmiert werden. Ölfreie Kompressoren sind dagegen billiger und beim Lackieren kommt es zu keinem Eindringen von Öl in die Farbe.
Eine passende Spritzpistole
Den Druckluftverbrauch der Spritzpistole [l/min] und den maximal zulässigen Überdruck [bar] gibt der Hersteller in Litern pro Minute an. Eine zum Lackieren geeignete Spritzpistole hat idealerweise eher einen kleineren Verbrauch, allgemein sollte sie aber vor allem der Größe des Kompressors entsprechen. Ein kleiner Kompressor senkt unnötig die Leistungsqualität einer großen Pistole. Mit einem großen Kompressor, der eine kleine Pistole speist, verschwenden Sie umgekehrt überflüssige Luftausgaben.
Was kann noch nützlich sein?
Mit dem bloßen Auftragen des Lacks – ob Grundierung oder Decklack – beginnt und endet es für den Lackierer natürlich nicht. Auch für die übrigen Lackierarbeiten lässt sich dabei der Kompressor nutzen. Alten Lack und Unebenheiten schleifen Sie mit einem Druckluftschleifer ab, nützlich sein kann auch ein vom Kompressor angetriebenes Werkzeug zur Reinigung von Oberflächen (z. B. Entfernung von Rost oder Aufklebern von Karosserien).
Auch bei Druckluftwerkzeugen achten Sie aber auf den vom Hersteller angegebenen durchschnittlichen Luftverbrauch, damit Ihr Kompressor bei der konkreten Arbeit ausreicht.