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    Startseite / Armaturen & Hähne / Sicherheitsventile; Einstellungen einschließlich Zertifizierung / Sicherheitsventile für Stickstoff

    Sicherheitsventile für Stickstoff

    Einführung in die Nutzung von Stickstoff

    Stickstoff (chemisches Zeichen N₂) ist ein farbloses inertes Gas, das etwa 78 % der Erdatmosphäre ausmacht. Dank seiner Nichtbrennbarkeit und chemischen Reaktionsträgheit findet er breite Anwendung in vielen Industriezweigen. Er wird etwa als Schutzatmosphäre genutzt – er verdrängt Sauerstoff aus Tanks und Verpackungen und verhindert damit Oxidation oder Explosionsgefahr. In der Lebensmittelindustrie dient Stickstoff zum Verpacken von Lebensmitteln unter modifizierter Atmosphäre (er erhält die Frische und hemmt das Wachstum von Mikroorganismen) und außerdem als kryogenes Medium zum Schnellgefrieren. In der Chemie- und Technikindustrie wird er bei der Inertisierung von Prozessen eingesetzt (Vermeidung unerwünschter Reaktionen mit Sauerstoff), zum Spülen von Apparaturen und als Trägergas. In Lasertechnologien (etwa beim Laserschneiden von Metallen) strömt Stickstoff als Assistgas, das die Schnittqualität verbessert und die Oxidation der Schnittkante verhindert. Stickstoff begegnet uns auch in Druckbehältern und Tanks – von großen Industrietanks mit flüssigem Stickstoff bis zu kleineren Druckflaschen mit gasförmigem Stickstoff, die dem Antrieb von Geräten oder als Quelle inerten Gases für Labor- und andere Zwecke dienen.

    In all diesen Anwendungen ist Stickstoff ein wertvoller Helfer, doch die Arbeit mit ihm erfordert die Einhaltung von Sicherheitsmaßnahmen. Eine der wichtigsten ist der Schutz der Systeme vor Überdruck. Mit Stickstoff gefüllte Druckbehälter und Rohrleitungen müssen mit Sicherheitselementen ausgestattet sein, die beim Erreichen eines gefährlichen Drucks automatisch einen Teil des Gases ablassen. Dazu dienen Sicherheitsventile für Stickstoff, die so ausgelegt sind, dass sie den Druck zuverlässig in sicheren Grenzen halten und Anlage wie Bedienpersonal schützen.

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    Bedeutung und Funktion von Sicherheitsventilen in Stickstoffsystemen

    Jedes Drucksystem mit Stickstoff (Kompressorsystem, Vorratsdruckbehälter, Rohrleitungsnetz, Kryotank usw.) muss gegen einen gefährlichen Druckanstieg geschützt sein. Ein Sicherheitsventil ist eine Sicherheitseinrichtung, die automatisch öffnet, sobald der Druck im System einen zuvor eingestellten Wert erreicht. Dabei wird überschüssiger Stickstoff aus dem Kreis abgelassen – das Gas entweicht in den freien Raum oder in eine Ableitung, bis der Druck wieder in den sicheren Bereich fällt. Das Ventil schließt anschließend selbsttätig. Dieser Mechanismus verhindert einen weiteren Druckanstieg und schützt damit Ihre Technologie vor Beschädigung oder dem Bersten des Behälters.

    Es ist wichtig zu betonen, dass auch ein inertes und nicht brennbares Gas wie Stickstoff bei einem plötzlichen Druckanstieg einen schweren Unfall verursachen kann (etwa das mechanische Zerreißen eines Behälters). Ein Sicherheitsventil beugt diesem Risiko vor – es wirkt als letzte Schutzinstanz, wenn Regel- und Kontrollsysteme versagen. In vielen Branchen (Chemie, Lebensmittel, Gesundheitswesen usw.) gelten zudem strenge Normen und gesetzliche Vorschriften, die die Installation eines Sicherheitsventils an Druckgeräten mit Stickstoff direkt fordern. Ein richtig dimensioniertes und eingestelltes Sicherheitsventil ist somit ein unverzichtbarer Bestandteil jedes Stickstoffsystems, damit der Betrieb sicher und vorschriftskonform ist.

    Besonderheiten von Sicherheitsventilen für Stickstoff

    Für Stickstoffsysteme bestimmte Sicherheitsventile arbeiten nach demselben Prinzip wie Ventile für andere Medien – sie überwachen den Druck und lassen bei Bedarf überschüssiges Gas ab. Damit sie mit Stickstoff zuverlässig funktionieren, weisen sie jedoch bestimmte Anpassungen in Werkstoffen und Konstruktion auf. Stickstoff hat spezifische Eigenschaften (gasförmiger Zustand, sehr niedrige Temperatur im flüssigen Zustand, Reaktionsträgheit), an die das Ventil anzupassen ist. Nachfolgend die wichtigsten Besonderheiten von Sicherheitsventilen für Stickstoff:

    • Werkstoff des Ventilkörpers (Messing, Edelstahl): Für Stickstoffanwendungen werden vor allem Ventile aus Messing oder Edelstahl eingesetzt. Messing-Sicherheitsventile sind in Anwendungen mit gasförmigem Stickstoff bei Umgebungstemperaturen üblich – Messing ist ausreichend fest, in trockenem Inertgas korrosionsbeständig und preislich günstig. Für anspruchsvollere Bedingungen, hohe Drücke oder Anforderungen an die Reinheit der Umgebung wählt man Edelstahlventile. Edelstahl sichert hohe Korrosionsbeständigkeit und erlaubt den Einsatz des Ventils über einen breiten Temperaturbereich (einschließlich sehr niedriger Temperaturen unter dem Gefrierpunkt). In manchen speziellen Fällen (etwa Stickstoff in Verbindung mit hoher Temperatur oder das Vorhandensein von heißem Dampf) finden auch weitere Werkstoffe wie Bronze oder Guss Anwendung. In der Praxis dominieren für Stickstoff jedoch gerade Messing- und Edelstahlausführungen bzw. deren Kombination.

    • Konstruktion und Dichtheit: Sicherheitsventile für Gase (einschließlich Stickstoff) sind üblicherweise Federventile mit genau eingestellter Feder, die das Ventil bis zum Erreichen des Ansprechdrucks geschlossen hält. Entscheidend ist die Dichtheit des geschlossenen Ventils – denn Stickstoff hat als Gas eine niedrige Viskosität und könnte auch durch einen winzigen Spalt entweichen. Die Ventile haben deshalb einen präzise bearbeiteten Sitz und nutzen eine Weichdichtung an den Dichtflächen. Häufig kommt etwa ein Teflonring aus PTFE oder Elastomer-O-Ringe (aus Werkstoffen wie FKM/Viton) zum Einsatz, die eine vollkommene Abdichtung sichern. Dadurch lässt das Ventil im geschlossenen Zustand praktisch kein Gas durch, bis der Druck den eingestellten Grenzwert erreicht. Gute Dichtheit ist nicht nur aus Sicherheitssicht wichtig, sondern auch für die Wirtschaftlichkeit – sie verhindert die langsamen Verluste teuren Gases, zu denen es bei einem undichten Ventil käme.

    • Dichtwerkstoffe und Temperaturbeständigkeit: Die verwendeten Dichtwerkstoffe müssen den Temperaturbedingungen standhalten, unter denen das Stickstoffsystem arbeitet. PTFE (Teflon) behält seine Eigenschaften über einen breiten Temperaturbereich von tiefer Kälte bis zu höheren Temperaturen und ist zudem chemisch inert, sodass es sich für Stickstoff eignet (es beeinflusst die Qualität des Mediums nicht). In vielen Sicherheitsventilen für gasförmige Medien dient Teflon als Dichtring oder Sitzeinlage. FKM (Viton) ist ein fluorierter Elastomer, der besonders dort zum Dichten verwendet wird, wo Beständigkeit gegen höhere Temperaturen (typisch bis ca. 150–200 °C) und gegen Öle oder andere Stoffe gefordert ist – in Stickstoffventilen kann er etwa bei Kolben-O-Ringen auftreten. Allgemein gilt, dass für kryogene Temperaturen Teflon oder spezielle für Frost bestimmte Polymere geeignet sind, während für den üblichen Temperaturbereich (z. B. -20 °C bis +80 °C) auch Elastomerdichtungen verwendbar sind. Jedes Ventil hat einen vom Hersteller festgelegten Betriebstemperaturbereich – etwa -30 °C bis +150 °C – und es ist zu prüfen, dass dieser Bereich die beabsichtigten Bedingungen Ihrer Anwendung abdeckt. Ebenso müssen der Betriebsdruckbereich und die einstellbaren Ansprechwerte des Ventils dem Druck des Stickstoffsystems entsprechen (die meisten Sicherheitsventile für Stickstoff decken typisch einstellige bis mehrere Zehn bar ab, Sonderkonstruktionen auch Hunderte bar).

    • Reinheit des Mediums und Aufbereitung des Ventils: In vielen Branchen, in denen Stickstoff genutzt wird (Lebensmittel, Pharmazie, Elektronikfertigung u. a.), wird Wert auf die Reinheit des gasförmigen Mediums gelegt. Daran orientieren sich auch die Sicherheitsventile – hochwertige Ventile für inerte Gase werden ab Werk entfettet und gereinigt geliefert, damit sie keine Verunreinigungen oder Ölreste aus der Fertigung an den strömenden Stickstoff abgeben. So wird eine Verunreinigung des Stickstoffs etwa in Tanks mit Lebensmittelgas oder ein Eintrag von Partikeln in empfindliche Prozesse verhindert. Eine saubere Ventilausführung ist auch für kryogene Anwendungen wichtig – bei extrem niedrigen Temperaturen könnte schon eine geringe Menge Feuchtigkeit oder Schmutz gefrieren und die Ventilfunktion beeinträchtigen. Deshalb ist es Standard, Sicherheitsventile für Stickstoff vollkommen sauber und einsatzbereit für Umgebungen mit hohen Anforderungen an die Medienreinheit zu liefern.

    Kryogener Einsatz – Sicherheitsventile für flüssigen Stickstoff

    Eine eigene Kategorie bilden Sicherheitsventile für den kryogenen Einsatz, bei dem Stickstoff im flüssigen Zustand bei extrem niedriger Temperatur gelagert wird. Flüssiger Stickstoff hat eine Temperatur von etwa –196 °C, was besondere Anforderungen an Werkstoff und Konstruktion des Ventils stellt. Dafür werden ausschließlich kryogene Sicherheitsventile aus Edelstahl verwendet – Messing würde bei so tiefer Kälte verspröden und brechen. Die Innenkomponenten des Ventils (Feder, Führungselemente) bestehen aus Edelstahl oder speziellen Legierungen mit hoher Zähigkeit bei niedrigen Temperaturen (z. B. Inconel). Die Dichtungen sind aus Werkstoffen, die unter kryogenen Bedingungen elastisch bleiben – typisch PTFE oder für die Kryotechnik entwickelte Polymere (gegebenenfalls eine Metall-PTFE-Kombination für den Sitz).

    Konstruktiv erkennt man ein kryogenes Sicherheitsventil häufig an einem verlängerten „Hals“ oder Aufsatz zwischen Ventilkörper und Bedienmechanismus. Dieser verlängerte Aufsatz entfernt die empfindlichen Teile (Feder, Einstellschraube) aus der unmittelbaren Nähe des extrem kalten Mediums. Dadurch behält die Feder ihre Funktion und friert beim Öffnen des Ventils nicht ein bzw. verliert nicht an Elastizität. Selbstverständlich muss auch ein kryogenes Ventil im geschlossenen Zustand vollkommen dichten – in einem Behälter mit flüssigem Stickstoff verdampft ständig eine kleine Gasmenge, und wäre das Ventil undicht, entwiche das Gas ununterbrochen. Spezielle kryogene Modelle erfüllen diese Anforderungen und ermöglichen es, Überdruck aus Kryobehältern sicher abzulassen (typisch ein Ventil für den verdampfenden Stickstoff). In unserem Angebot finden Sie diese Ventile im eigenen Bereich Sicherheitsventile für kryogene Gase – für Anwendungen mit verflüssigtem Stickstoff wählen Sie stets diesen Ventiltyp.

    Empfehlungen für die Wahl eines Sicherheitsventils für Stickstoff

    Bei der Wahl eines geeigneten Sicherheitsventils für eine Stickstoffanwendung sind mehrere wichtige Parameter zu berücksichtigen. Jedes System kann eigene Anforderungen haben, allgemein empfiehlt es sich jedoch, sich auf folgende Kriterien zu konzentrieren:

    • Ausführung nach Medium und Temperatur: Entscheiden Sie, unter welchen Bedingungen das Ventil arbeiten wird – ob es sich um verdichtetes Gas bei Umgebungstemperatur oder um flüssigen Stickstoff in kryogener Umgebung handelt. Für gewöhnlichen gasförmigen Stickstoff genügt ein Standardventil aus Messing oder Edelstahl (je nach geforderter Qualität und Druck). Für flüssigen Stickstoff ist ausschließlich ein Edelstahl-Kryoventil mit entsprechender Temperaturbeständigkeit zu verwenden. Prüfen Sie, dass der angegebene Arbeitstemperaturbereich des Ventils die Temperaturen Ihres Prozesses abdeckt.

    • Eingestellter Ansprechdruck: Sicherheitsventile werden auf einen konkreten Ansprechdruck eingestellt geliefert (z. B. ein auf 10 bar Überdruck kalibriertes Ventil). Dieser Wert sollte dem höchstzulässigen Druck Ihres Systems oder Druckbehälters entsprechen. Vergewissern Sie sich, dass der von Ihnen gewählte Ventiltyp die Einstellung auf den geforderten Druck erlaubt – Ventile haben einen bestimmten Bereich einstellbarer Drücke (z. B. 5–16 bar, 20–40 bar usw., je nach Typ). Es empfiehlt sich stets, das Sicherheitsventil bereits vom Hersteller oder Lieferanten eingestellt zu bestellen. Unsere Ventile liefern wir mit Prüfprotokoll und Plombe, die eine unsachgemäße Änderung der Einstellung verhindert – so haben Sie die Gewissheit richtiger Justierung und Funktion.

    • Durchflusskapazität und Größe: Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Menge Stickstoff, die das Ventil beim Öffnen ablassen muss. Wählen Sie je nach Systemvolumen und der Geschwindigkeit eines möglichen Druckanstiegs ein Ventil mit entsprechender Durchflusskapazität. Hersteller geben bei Sicherheitsventilen Durchflusswerte an (z. B. in Nm³/h oder kg/h beim jeweiligen Medium und Druck) bzw. eine Ausflussziffer. Allgemein gilt, dass ein größeres Ventil (mit größerem Durchgangsquerschnitt) mehr Gas pro Sekunde ablassen kann. Auch die Anschlussgröße muss zu Ihrem System passen – bei kleineren Anlagen werden Gewindeventile verwendet (typisch mit Gewinden G 1/4", 1/2", 3/4" usw.), während bei großen Behältern oder Rohrleitungen Sicherheitsventile mit Flanschanschluss (DN20, DN50 usw.) eingesetzt werden. Vergewissern Sie sich, dass das gewählte Ventil die richtige Größe und Anschlussart für die jeweilige Leitung oder den Behälter hat und dass seine Nennweite (DN) ausreichenden Durchfluss für den gefahrlosen Druckabbau bietet.

    • Werkstoff und Dichtung vs. Medienreinheit: Wie oben erwähnt, hängt die Wahl des Körperwerkstoffs (Messing vs. Edelstahl) und der Dichtelemente von der konkreten Anwendung ab. Für den üblichen Einsatz mit Stickstoff bei Raumtemperatur genügt in der Regel ein Standard-Messingventil mit Teflon- oder NBR/FKM-Dichtung. Arbeiten Sie jedoch in einer reinen Umgebung (Lebensmittel- oder Medizinstickstoff, Labore) oder fordern Sie hohe Gasreinheit, erwägen Sie ein Edelstahlventil, das entfettet geliefert wird. Für flüssigen Stickstoff oder sehr niedrige Temperaturen ist die Wahl eindeutig – ein Edelstahl-Kryoventil mit PTFE-Dichtung. Prüfen Sie bei der Auswahl, dass das Ventil vom Hersteller für den Einsatz mit Stickstoff (bzw. inerten Gasen) zertifiziert ist und etwaige Reinheitsnormen erfüllt (Ventile für Sauerstoff sind in der Regel entfettet, was auch bei Stickstoff von Vorteil ist, wenn Sie absolute Reinheit ohne Kohlenwasserstoffrückstände fordern).

    • Zertifizierung und Dokumentation: Ein Sicherheitsventil ist ein Sicherheitselement und sollte als solches mit entsprechender Zertifizierung (CE, gegebenenfalls TÜV) und Dokumentation geliefert werden. Bei seriösen Lieferanten (wie uns) erhalten Sie zu jedem Ventil die vollständigen Unterlagen – Konformitätserklärung, Zertifikat und Einstellprotokoll des Ansprechdrucks. Diese Dokumente sind für regelmäßige Prüfungen von Druckgeräten wichtig und geben Ihnen die Gewissheit, dass das Ventil erprobt wurde und beim festgelegten Druck tatsächlich öffnet.

    Tipp: Wenn Sie bei der richtigen Ventilwahl für Ihr Stickstoffsystem unsicher sind, studieren Sie unseren ausführlichen Ratgeberartikel Wie wählt man das richtige Sicherheitsventil. Sie finden darin einen Überblick über alle wichtigen Parameter und Schritte, die bei der Auswahl zu bedenken sind. Sie können uns auch jederzeit kontaktieren – wir helfen Ihnen gern persönlich bei der Auswahl. Das komplette Sortiment aller Typen von Sicherheitsventilen (für verschiedene Gase, Dampf, Wasser u. a.) finden Sie in der Hauptkategorie Sicherheitsventile – alle Ausführungen in unserem E-Shop.

    Vorteile und Grenzen des Einsatzes von Sicherheitsventilen für Stickstoff

    Vorteile:

    • Zuverlässiger Schutz und Sicherheit: Hochwertige Sicherheitsventile für Stickstoff (z. B. der renommierten Marke Herose) bieten wirksamen Schutz vor Überdruck. Sie zeichnen sich durch eine präzise Einstellung des Ansprechdrucks und schnelle Reaktion aus und minimieren so das Unfallrisiko ohne Eingriff des Bedienpersonals. Ihre Druckanlage ist damit unter allen Umständen vor zerstörerischem Überdruck geschützt.

    • Optimierung für inertes Gas: Ventile für Stickstoff sind mit Blick auf gasförmige Medien konstruiert – sie haben einen abgestimmten Sitz und geeignete Dichtelemente, damit im Normalbetrieb nicht einmal ein minimales Gasvolumen entweicht. Gegenüber Ventilen für Flüssigkeiten haben sie meist feiner kalibrierte Federn und weichere Dichtungen, was Dichtheit bis zum Moment des Öffnens sichert. So kommt es bei normalem Druck zu keinen unnötigen Stickstoffverlusten.

    • Lange Lebensdauer und geringe Wartung: Stickstoff ist ein inertes, trockenes Gas, das weder Korrosion noch Ablagerungen verursacht. Sicherheitsventile für Stickstoff arbeiten daher in einer relativ günstigen Umgebung – es kommt bei ihnen weder zu Rostbildung noch zum Zusetzen wie bei manchen aggressiveren Medien. Das wirkt sich positiv auf die Lebensdauer des Ventils aus. Es genügt, die periodischen Prüfungen und Funktionskontrollen einzuhalten (nach den gesetzlichen Fristen für Druckgeräte); zwischen den Prüfungen erfordert das Ventil üblicherweise keine besondere Wartung.

    • Breites Variantenangebot: Für Stickstoff steht eine breite Palette von Sicherheitsventilen verschiedener Hersteller und in verschiedenen Ausführungen zur Verfügung. So finden Sie leicht ein passendes Modell für den konkreten Druck, Durchfluss und die Anschlussart – von kleinen Gewindeventilen für Laborflaschen oder Kompressoren bis zu robusten Industrieventilen mit Flanschen für große Behälter. Viele Ventile decken zudem mehrere Medien ab: Ein für Stickstoff eingestelltes und zertifiziertes Sicherheitsventil lässt sich in der Regel auch für andere inerte Gase (Argon, Helium…) oder Druckluft verwenden, was die Universalität dieser Lösung erhöht.

    • Sicherheit der Arbeitsumgebung: Anders als brennbare oder giftige Gase stellt entweichender Stickstoff kein Brand- oder Vergiftungsrisiko dar – es handelt sich um ein inertes Gas. Bei richtig ausgelegter Ableitung des abgelassenen Gases (z. B. in einen belüfteten Außenbereich) ist das Notabblasen von Stickstoff daher für die Umgebung relativ sicher. Moderne Sicherheitsventile lassen sich zudem mit Schalldämpfern ausstatten, sodass auch das laute Abblasen eines großen Gasvolumens teilweise gedämpft werden kann und das Gehör des Personals nicht gefährdet.

    Grenzen:

    • Bestimmung für ein spezifisches Medium: Sicherheitsventile dieser Kategorie sind primär für inerte Gase, besonders Stickstoff, ausgelegt und zertifiziert (Hersteller ordnen sie oft gemeinsam mit Ventilen für Luft und weitere nicht brennbare Gase ein). Sie dürfen nicht für aggressive oder brennbare Medien verwendet werden, für die sie nicht bestimmt sind. Für reinen Sauerstoff etwa ist ein spezielles Ventil mit Entfettung und für O₂ geeigneten Werkstoffen nötig – ein Standardventil für Stickstoff wäre im Sauerstoffbetrieb ein Sicherheitsrisiko. Halten Sie sich deshalb stets an die Herstellerempfehlung, für welche Gase das jeweilige Ventil zugelassen ist.

    • Temperaturgrenzen der Werkstoffe: Jedes Ventil hat einen begrenzten Temperaturbereich, in dem es die richtige Funktion garantiert. Messingventile eignen sich weder für sehr niedrige noch für extrem hohe Temperaturen – in der Kälte können sie verspröden und bei Temperaturen über etwa 100 °C an Festigkeit verlieren. Für kryogene Bedingungen ist daher ein Edelstahl-Kryoventil unerlässlich (wie oben erwähnt). Umgekehrt sind manche kryogenen Ventile womöglich nicht für höhere Temperaturen ausgelegt (z. B. über 120 °C). Vergewissern Sie sich, dass die Temperaturen in Ihrem Prozess die Grenzwerte des jeweiligen Ventils in beiden Extremen nicht überschreiten.

    • Notwendigkeit regelmäßiger Prüfungen: Ein Sicherheitsventil ist eine dem Druck ausgesetzte mechanische Einrichtung und erfordert daher regelmäßige Kontrollen und Wartung. Obwohl Stickstoff selbst das Ventil nicht schädigt, kann es mit der Zeit zur Ermüdung der Feder oder Alterung der Dichtwerkstoffe kommen. Bei periodischen Prüfungen von Druckbehältern werden Sicherheitsventile deshalb getestet und bei Bedarf aufgearbeitet oder getauscht. Diese Pflicht ist in den Wartungsplan aufzunehmen – nur so haben Sie die Gewissheit, dass das Ventil auch nach Jahren des Betriebs zuverlässig funktioniert.

    • Maßnahmen beim Abblasen des Gases: Beim Öffnen des Sicherheitsventils und Ablassen einer größeren Menge gasförmigen Stickstoffs kommt es zu einer sehr raschen Expansion des Gases, was eine starke Abkühlung des Ventils und der Umgebung verursacht (Joule-Thomson-Effekt). Ventil oder Abblasleitung können durch die extreme Kälte des entweichenden Gases vereisen. Zugleich erzeugt der entweichende Stickstoff starken Lärm und kann die Luft aus der Umgebung verdrängen. Mit diesen Erscheinungen ist zu rechnen – das Ventil muss so installiert sein, dass es das Gas in einen sicheren, gut belüfteten Bereich abgibt (idealerweise ins Freie), wo keine Gefährdung des Personals durch Sauerstoffmangel droht. Bei Bedarf lässt sich am Ventilaustritt ein Schalldämpfer anbringen oder das Abblasen über eine Leitung nach oben führen. Diese Einschränkungen sind kein Fehler des Ventils, sondern eine natürliche Folge der physikalischen Eigenschaften des Stickstoffs und des schnellen Druckabbaus – mit der richtigen Systemauslegung lassen sie sich jedoch sicher beherrschen.

    Insgesamt stellen Sicherheitsventile für Stickstoff ein grundlegendes Sicherheitselement in jedem Drucksystem dar, das dieses Gas nutzt. Ein richtig gewähltes und installiertes Ventil sichert Ihnen einen ruhigen und gefahrlosen Betrieb ohne Sorge vor unkontrolliertem Druckanstieg. So können Sie sich ganz auf die effiziente Nutzung des Stickstoffs in Ihrer Technologie konzentrieren (ob als Schutzatmosphäre, in der Fertigung oder etwa beim Laserschneiden), während für die Sicherheit des Drucksystems zuverlässig gesorgt ist. Für verwandte Anwendungen mit weiteren inerten Gasen (Argon, Helium, CO₂ usw.) können Sie auch unsere Kategorie Sicherheitsventile für inerte Gase besuchen – Prinzip und Vorteile sind ähnlich wie bei Stickstoff. Mit Sicherheitsventilen von geprüften Herstellern ist Ihr Stickstoffsystem unter allen Umständen sicher.

    • Sicherheitsventile 06C02; Standard für Druckluft
    • Entlastungsventile 6217; Vollhub für Druckluft
    • Sicherheitsventile 6370; für Wasser, Öl und Diesel
    • Entlastungsventile 6380-95; für Sattdampf und Stickstoff
    • Überdruckventile 6383-6012; aus Edelstahl mit Gewinde
    • Überdruckventile 6121; geflanschtes Gusseisen
    • Sicherheitsventile 6127; mit Flansch aus Edelstahl

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    6370 pojistovaci ventil pojistny tlak vzduch para dusik (1)
    €130,48 –3 %
    Dampfsicherheitsventil 6380 - 1/2"
    Vorrätig (1 St)
    €104,60 ohne MwSt.
    €126,56 / St
    Detail

    Das Sicherheitsventil 6380 in 1/2"-Gewindeausführung dient zum Ablassen von Dampf aus dem Verteilersystem im Falle eines hohen Drucks. Konzipiert für Sattdampf bis zu 185°C in...

    Art.-Nr.: 6380.12.1-0
    6370 pojistovaci ventil pojistny tlak vzduch para dusik (1)
    €271,93 –2 %
    Dampfsicherheitsventil 6380 - 1 1/4"
    Vorrätig (1 St)
    €220,24 ohne MwSt.
    €266,49 / St
    Detail

    Das Sicherheitsventil 6380 in 1 1/4"-Gewindeausführung dient zum Ablassen von Dampf aus der Rohrleitung im Falle eines hohen Drucks. Konzipiert für Sattdampf bis zu 185°C in...

    Art.-Nr.: 6380.54.1-0
    6370 pojistovaci ventil pojistny tlak vzduch para dusik (1)
    Dampfsicherheitsventil 6380 - 2"
    binnen 3 Tagen
    €413,66 ohne MwSt.
    €500,53 / St
    Detail

    Das Sicherheitsventil 6380 in 2"-Gewindeausführung dient zum Ablassen von Dampf aus dem Verteilersystem im Falle eines hohen Drucks. Konzipiert für Sattdampf bis zu 185°C in...

    Art.-Nr.: 6380.20.1-0
    6370 pojistovaci ventil pojistny tlak vzduch para dusik (1)
    €148,03 –3 %
    Dampfsicherheitsventil 6380 - 3/4"
    binnen 3 Tagen
    €118,67 ohne MwSt.
    €143,59 / St
    Detail

    Das Sicherheitsventil 6380 in der Ausführung mit 3/4"-Gewinde dient zum Ablassen von Dampf aus dem Verteilungssystem bei hohem Druck. Konzipiert für Sattdampf bis zu 185°C in...

    Art.-Nr.: 6380.34.1-0
    6370 pojistovaci ventil pojistny tlak vzduch para dusik (1)
    Dampfsicherheitsventil 6380 - 1 1/2"
    binnen 3 Tagen
    €333,92 ohne MwSt.
    €404,04 / St
    Detail

    Das Sicherheitsventil 6380 mit 1 1/2"-Gewinde dient zum Ablassen von Dampf aus dem Verteilersystem im Falle eines hohen Drucks. Konzipiert für Sattdampf bis zu 185°C in...

    Art.-Nr.: 6380.15.1-0
    6370 pojistovaci ventil pojistny tlak vzduch para dusik (1)
    €201,68 –3 %
    Dampfsicherheitsventil 6380 - 1"
    binnen 3 Tagen
    €161,68 ohne MwSt.
    €195,63 / St
    Detail

    Das Sicherheitsventil 6380 in 1"-Gewindeausführung dient zum Ablassen von Dampf aus der Rohrleitung im Falle eines hohen Drucks. Konzipiert für Sattdampf bis zu 185°C in...

    Art.-Nr.: 6380.10.1-0

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