Sicherheitsventile für Öl
Öl als Druckmedium in der Praxis
Ölflüssigkeiten werden in vielen Branchen breit als Medium zur Druckübertragung genutzt. Hydrauliksysteme in Landwirtschaft, Bauwesen und Industrie verlassen sich auf den Druck des Hydrauliköls zum Antrieb von Maschinen und Mechanismen. Diese Systeme arbeiten oft mit sehr hohen Drücken (Zehner bis Hunderter bar) und erfordern eine präzise Druckkontrolle. Schmierkreisläufe und Getriebe nutzen Öl zur dauerhaften Schmierung von Lagern und Zahnrädern – in Industriegetrieben etwa wird die Ölzirkulation unter einem bestimmten Druck gehalten, um die Schmierung aller Teile zu sichern. Verbrennungsmotoren (Benzin wie Diesel) enthalten eine Ölpumpe, die den Öldruck für die Motorschmierung erzeugt; auch hier wird das Öl mit einigen bar gefördert und überschüssiger Druck in die Ölwanne zurückgeführt. In all diesen Anwendungen ist Öl das Schlüsselmedium für die einwandfreie Funktion der Anlage, und zugleich ist sicherzustellen, dass der Öldruck die sichere Grenze nicht überschreitet.
Bedeutung von Sicherheitsventilen in Ölsystemen
In druckbeaufschlagten Ölkreisläufen droht die Gefahr von Überdruck – etwa beim Ausfall der Pumpenregelung, bei verstopfter Leitung oder beim Erwärmen und Ausdehnen des Mediums. Ein Sicherheitsventil ist das Schutzelement, das das gesamte System vor den Folgen übermäßigen Drucks bewahrt. Beim Erreichen des eingestellten Drucks öffnet das Ventil automatisch und lässt einen Teil des Mediums ab, wodurch es den maximalen Druck im System stabilisiert und begrenzt. Damit verhindert es Schäden an der Anlage – ohne Sicherheitsventil könnte Überdruck Rohrleitungen oder Schläuche bersten lassen, heißes Öl austreten lassen und das Bedienpersonal oder umliegende Anlagen gefährden. Sicherheitsventile für Öl erfüllen so eine Schutzfunktion bei unvorhergesehenen Überlastungen und sichern einen gefahrlosen Betrieb. In vielen Systemen (etwa Druckbehälter, Kessel usw.) sind Sicherheitsventile sogar gesetzlich vorgeschrieben und die letzte Schutzinstanz. Ein einwandfrei funktionierendes Sicherheitsventil gibt Ihnen die Gewissheit, dass Ihr Ölsystem unter allen Umständen im sicheren Druckbereich bleibt.
(Das komplette Angebot aller Typen von Sicherheitsventilen finden Sie in der Hauptkategorie Sicherheitsventile, wo es Ausführungen für verschiedene Drücke und Medien gibt.)
#ShowMore#
Besonderheiten von Ventilen für Öl
Werkstoffe und Konstruktion: Sicherheitsventile für Öl werden aus beständigen Werkstoffen gefertigt, die mit dem Ölmedium zurechtkommen. Am häufigsten sind das Messing, Edelstahl oder Bronze. Messingventile sind für neutrale und nicht aggressive Medien (z. B. Mineralöle) und übliche Betriebstemperaturen beliebt. Edelstahl (oder Bronze) wird für anspruchsvollere Bedingungen verwendet – korrosivere Öle, Additive oder höhere Temperaturen, wo höhere chemische und mechanische Beständigkeit gefordert ist. Konstruktiv sind diese Ventile in der Regel Gewindeventile (mit Einschraubanschluss ins System) für die einfache Montage direkt an Rohrleitungen oder Verteilerblöcken. Typisch ist eine kompakte Ausführung, damit das Ventil auch in beengte Bereiche von Maschinen und Anlagen passt. Die inneren Strömungskanäle und der Ventilsitz sind so ausgelegt, dass das Ventil auch mit einem viskosen Medium (dickerer Flüssigkeit) zuverlässig arbeitet – das bedeutet ausreichend dimensionierte Öffnungen und eine starke Feder, die den Widerstand des dickflüssigen Öls beim Öffnen überwindet. Bei hydraulischen Sicherheitsventilen wählt man zudem eine möglichst einfache Direktfederkonstruktion, die gegenüber Verunreinigungen im Öl unempfindlicher ist (grober Schmutz könnte bei komplexeren, vorgesteuerten Ventilen das Öffnen behindern).
Temperatur- und Druckbeständigkeit: Ölsysteme können über einen breiten Druck- und Temperaturbereich arbeiten. Sicherheitsventile für Öl müssen deshalb so konstruiert sein, dass sie den maximalen Betriebsdruck der jeweiligen Anwendung sicher aushalten. In der Hydraulik können das sehr hohe Werte sein (üblich 100–300 bar, Spezialventile auch über 500 bar), während es in Schmierkreisläufen von Motoren oder Getrieben eher um einstellige bar-Werte geht. Jedes Ventil hat einen festgelegten eingestellten Ansprechdruck (z. B. 5 bar, 10 bar, 160 bar usw.), bei dem es das Medium abzulassen beginnt. Wichtig ist außerdem, dass das Ventil den erwarteten Öldurchfluss beim Öffnen bewältigt – Hersteller geben deshalb die Kapazität (Durchflussleistung) des Ventils in Abhängigkeit vom Druck an. Was Temperaturen betrifft, arbeiten Ölflüssigkeiten üblicherweise etwa von Raumtemperatur bis ca. 60–80 °C, in manchen Systemen (Hydraulik in heißer Umgebung, Motoröl) kann das Öl jedoch auch höhere Temperaturen erreichen. Dem müssen sowohl der Ventilwerkstoff als auch die Dichtung entsprechen. Der am häufigsten verwendete Dichtwerkstoff für Öl ist NBR (Nitrilkautschuk) – er widersteht Mineralölen gut und verträgt üblicherweise Temperaturen um 80 °C dauerhaft. Für höhere Temperaturen oder spezielle Flüssigkeiten wird FKM (Fluorkautschuk, im Handel Viton) eingesetzt, der Temperaturen bis etwa 150 °C aushält und gegenüber chemisch aggressiven Stoffen beständiger ist. Mitunter begegnen Ihnen weitere Dichtungsbezeichnungen wie EPDM (das jedoch für Öle nicht geeignet ist, eher für Wasser und Dampf) oder PTFE (ein Teflonsitz bei manchen Ventilen, thermisch und chemisch beständig, aber vor allem bei Gasen genutzt). Wichtig ist, ein Ventil mit einer zu Ihrem Medium und Ihrer Temperatur passenden Dichtung zu wählen – der Hersteller gibt den Temperaturbereich des Mediums üblicherweise gerade nach der verwendeten Dichtung an. Einer der Parameter hydraulischer Sicherheitsventile von Bosch Rexroth legt beispielsweise eine Öltemperatur von -10 °C bis +60 °C und eine kinematische Ölviskosität im Bereich 12 bis 230 mm²/s (cSt) für die zuverlässige Ventilfunktion fest. Daraus wissen wir, dass sehr dickflüssige Öle (außerhalb des genannten Viskositätsbereichs) oder extreme Temperaturen eine Speziallösung erfordern, da es sonst zu Abweichungen in der Ventilfunktion kommen kann.
Zertifizierung und Prüfungen: Sicherheitsventile sind Sicherheitseinrichtungen und unterliegen daher strengen Normen. In der EU müssen sie der Richtlinie PED 2014/68/EU (Pressure Equipment Directive) für Druckgeräte genügen – deshalb tragen sie die CE-Kennzeichnung. Hochwertige Sicherheitsventile für Öl werden mit den zugehörigen Zertifikaten über Einstellung und Funktionsprüfung geliefert. Häufig begegnet Ihnen das TÜV-Zertifikat (Technischer Überwachungsverein) – eine unabhängige Prüfstelle, die bestätigt, dass das Ventil die Sicherheitsanforderungen erfüllt und beim festgelegten Druck öffnet. Ein solches Ventil trägt auch ein Schild mit der Zertifizierungsnummer (z. B. TUV-SV.1048 o. Ä.). Jedes Sicherheitsventil muss über die passende Zertifizierung für seinen Betrieb verfügen; nur so haben Sie die Gewissheit, dass es die Normen erfüllt und legal in einem Drucksystem eingesetzt werden darf (Sicherheitsventile mit der Zertifizierung TUV-SV.1048). Beim Kauf bei einem spezialisierten Lieferanten (wie unserem Unternehmen) haben Sie die Gewissheit, dass alle angebotenen Ventile bereits zertifiziert, auf den geforderten Druck eingestellt und einbaubereit sind. Konstruktiv können Öl-Sicherheitsventile entweder direkt wirkend sein (direkte Federventile, für die meisten üblichen Anwendungen geeignet) oder vorgesteuert (zweistufig, mit einem kleinen Pilotsitz zur Steuerung des Hauptventils – diese werden eher bei sehr hohen Durchflüssen oder Drücken eingesetzt). Für die meisten kleineren und mittleren Ölsysteme genügt ein kompaktes direkt wirkendes Federventil, das zudem den Vorteil hat, gegenüber etwaigen Verunreinigungen im Öl weniger empfindlich zu sein.
(Erwähnenswert ist, dass renommierte Hersteller wie etwa HEROSE auf Sicherheitsventile spezialisiert sind – in unserem Angebot finden Sie eine Reihe ihrer Produkte für Öl und weitere Medien.)
Empfehlungen für die Wahl eines Öl-Sicherheitsventils
Bei der Wahl eines Sicherheitsventils für ein Ölsystem sind mehrere Schlüsselparameter zu berücksichtigen:
-
Für welches Medium das Ventil bestimmt ist: Vergewissern Sie sich stets, dass das jeweilige Ventil für Ölflüssigkeiten geeignet ist. Jedes Sicherheitsventil sollte in der Beschreibung angeben, für welche Medien es zugelassen ist (Wie wählt man das richtige Sicherheitsventil?). Manche Typen sind universell für Flüssigkeiten und Gase, andere sind etwa nur für Luft oder Wasser konstruiert. Für Öl wählen wir ein Ventil, das für Hydraulik- oder Schmieröle bestimmt ist – es hat den passenden Werkstoff und die passende Dichtung.
-
Druckbereich und Einstellung: Wählen Sie ein Ventil mit einem Ansprechdruck, der dem geforderten Wert in Ihrem System entspricht. Der eingestellte Ansprechdruck sollte dem höchsten zulässigen Druck entsprechen, den Sie im System noch zulassen wollen. In der Hydraulik stellt man das Sicherheitsventil typischerweise etwas höher ein als den Arbeitsdruck der Pumpe (damit es im Normalbetrieb nicht abbläst), zugleich aber unter der Höchstgrenze der Komponenten. Liefert die Pumpe etwa 150 bar, kann das Sicherheitsventil beispielsweise auf 160 bar eingestellt werden. Im Schmierkreis eines Motors mit üblichen ~4 bar wird das Sicherheitsventil etwa auf 6–8 bar für den Kaltstart eingestellt. Prüfen Sie auch den maximalen Auslegungsdruck des Ventils, damit er den höchstmöglichen Druck im System mit ausreichender Reserve abdeckt.
-
Viskosität und Temperatur des Öls: Diese Medieneigenschaften hängen eng mit der Funktion des Ventils zusammen. Dickflüssigeres (viskoses) Öl setzt der Strömung mehr Widerstand entgegen – verwenden Sie sehr viskoses Öl (z. B. Getriebeöl im kalten Zustand oder Spezialöle hoher Viskositätsklasse), wählen Sie ein Ventil mit ausreichend großer Durchflussöffnung und Kapazität. Bei niedrigen Temperaturen, wenn das Öl eindickt, kann es nämlich dazu kommen, dass das Ventil erst bei etwas höherem als dem eingestellten Druck öffnet (wegen des erhöhten Widerstands im System). Damit der Ansprechdruck auch bei Frost genau bleibt, ist es gut, Ventil und Rohrleitung eher größer zu dimensionieren – so werden Druckverluste minimiert und das Ventil reagiert nicht zu spät. Umgekehrt ist bei dünnflüssigeren (niedrigviskosen) Ölen oder höheren Temperaturen der Durchfluss leichter und das Ventil reagiert empfindlich. Vergewissern Sie sich temperaturseitig, dass die Ventildichtung der max. Öltemperatur entspricht – für Öl über 100 °C ist etwa bereits eine Viton-Dichtung (FKM) nötig, standardmäßiges NBR würde rasch verhärten und die Elastizität verlieren. Die Wärmeausdehnung der Werkstoffe kann auch die Ventileinstellung beeinflussen, doch bei hochwertigen Ventilen kompensiert der Hersteller dies konstruktiv.
-
Sauberkeit des Öls: Verschmutztes Öl (mit Verunreinigungen, Ablagerungen oder Schlamm) kann Dichtheit und Funktion des Sicherheitsventils negativ beeinflussen. Feine Partikel können sich am Ventilsitz absetzen und ein Durchsickern verursachen (das Ventil lässt dann dauerhaft etwas Druck ab, obwohl es das nicht soll). Schlimmstenfalls können Verunreinigungen das Öffnen des Ventils im Bedarfsfall behindern. Deshalb ist es entscheidend, die Ölfüllung möglichst sauber zu halten – Filter und Öl regelmäßig nach Empfehlung wechseln. Wenn Sie wissen, dass Ihr System zu Verunreinigungen neigt oder Sie kein vollkommen sauberes Öl sicherstellen können, erwägen Sie ein direkt wirkendes Ventil mit robuster Feder (die einfachere Konstruktion verträgt Beimengungen besser, während vorgesteuerte Ventile mit engen Kanälen verstopfen können). In extremen Fällen lässt sich in den Kreis auch ein zweites, etwas höher eingestelltes Sicherheitsventil einbauen, das als Reservesicherung dient, falls das primäre Ventil durch Verunreinigungen versagt – das wird jedoch eher bei kritischen Anlagen verwendet.
-
Größe und Anschluss: Prüfen Sie das Gewinde- oder Anschlussmaß des Ventils, damit es in Ihr System passt (typisch begegnen uns Gewinde G1/4", 3/8", 1/2" usw. bei kleineren Ventilen; größere Hydraulikventile können Einschraubpatronen für Blöcke oder SAE-Anschlüsse haben). Die physische Größe des Ventils sollte dem Durchfluss entsprechen – allgemein gilt: größeres Ventil = höherer Durchfluss. Unterschätzen Sie auch die Einbaulage nicht – ein Sicherheitsventil wird üblicherweise senkrecht montiert (damit die Feder gerade sitzt und die Schwerkraft sie nicht beeinflusst), sofern der Hersteller nichts anderes angibt.
-
Zertifizierung und Herstellerqualität: Kaufen Sie nur Ventile von geprüften Herstellern, die zertifizierte Produkte liefern. Billige No-Name-Ventile ohne Zertifikate können ungenaue Ansprechdrücke oder minderwertige Werkstoffe haben. Prüfen Sie, ob das Ventil eine CE-Kennzeichnung und gegebenenfalls ein TÜV-Zertifikat besitzt, besonders bei industriellem Einsatz oder Druckbehältern. Wichtig ist auch, dass das Ventil eine Plombierung der Einstellung ermöglicht (manche Ventile haben eine Sicherungsmutter oder eine Bohrung zum Versiegeln) – das wird gefordert, damit niemand die Druckeinstellung nach der Zertifizierung unsachgemäß ändert.
Schließlich kann die Wahl des richtigen Sicherheitsventils anspruchsvoll sein – Sie müssen Anforderungen an Druck, Durchfluss, Medium und Umgebungsbedingungen unter einen Hut bringen. Zögern Sie nicht, unsere Beratung zu nutzen; im Artikel Wie wählt man das richtige Sicherheitsventil haben wir das Vorgehen bei der Auswahl und weitere Tipps ausführlich beschrieben. Alternativ wenden Sie sich an unsere technische Abteilung – wir beraten Sie gern bei der Wahl des idealen, auf Ihre Anlage zugeschnittenen Ventils.
Vorteile und Grenzen von Sicherheitsventilen für Öl
Vorteile: Für Öl bestimmte Sicherheitsventile bieten den nötigen Schutz und die Ruhe beim Betrieb von Druckgeräten. Zu den wichtigsten Vorteilen gehört die automatische Funktion – das Ventil arbeitet völlig selbstständig, benötigt keine Ansteuerung und greift genau in dem Moment ein, in dem der Druck die sichere Grenze überschreitet. Damit schützt es teure Komponenten (Pumpen, Rohrleitungen, Dichtungen, Behälter) vor Schäden und beugt Unfällen vor. Moderne Öl-Sicherheitsventile zeichnen sich durch Zuverlässigkeit und schnelle Reaktion aus – sie sind so ausgelegt, dass sie im Moment des Erreichens des eingestellten Drucks öffnen und die nötige Menge Medium ausreichend schnell ablassen. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit einer genauen Druckeinstellung (bei einstellbaren Ventilen) oder der Wahl eines werkseitig festen Werts – der Anwender kann so die Schutzschwelle des Systems exakt wählen. Die Ventile sind in der Regel klein und kompakt, sodass sie sich auch nachträglich leicht in bestehende Kreise einbauen lassen. Hochwertige Produkte sind aus beständigen Werkstoffen gefertigt und halten im Betrieb viele Jahre bei minimaler Wartung. Das Vorhandensein eines Sicherheitsventils bedeutet zudem oft die Erfüllung gesetzlicher Sicherheitsanforderungen – eine mit einem zertifizierten Sicherheitsventil ausgestattete Anlage darf vorschriftskonform betrieben werden. Nicht zuletzt erhöht der Einsatz eines einwandfrei funktionierenden Sicherheitsventils die Sicherheit des Bedienpersonals und der Umgebung – es senkt das Risiko von Verletzungen durch Hochdrucköl oder Folgeeffekte des Überdrucks.
Grenzen: Trotz ihres unbestrittenen Nutzens haben Sicherheitsventile für Öl gewisse Grenzen, mit denen zu rechnen ist. Vor allem müssen sie richtig dimensioniert und eingestellt sein – wäre das Ventil mit zu geringer Kapazität gewählt, schafft es den Druckabbau möglicherweise nicht schnell genug, und der Systemdruck steigt trotzdem über die Sicherheitsgrenze. Umgekehrt kann ein zu großes Ventil bei niedrigen Drücken schwerer einstellbar sein, und es kann bei kleinen Überdrücken zum sogenannten Flattern (Chattering) des Ventils kommen. Eine weitere Grenze ist, dass ein Sicherheitsventil kein Regelelement für den Normalbetrieb ist – es sollte nicht ständig Medium ablassen; geschieht das, ist das System falsch eingestellt (etwa liefert die Pumpe einen höheren Druck als nötig), was Energie verschwendet und das Ventil verschleißt. Im Idealfall sollte das Ventil nur wachen und ausnahmsweise eingreifen. Wegen der mechanischen Natur des Ventils ist außerdem mit Wartung zu rechnen: Es empfiehlt sich, Funktion und Sauberkeit gelegentlich zu prüfen. Ablagerungen aus dem Öl (z. B. Verkokung durch hohe Temperatur) können mit der Zeit die Dichtheit beeinträchtigen – das Ventil kann anfangen zu lecken, und die Sitzflächen müssen gereinigt oder überholt werden. Manche Ventile erlauben eine regelmäßige Prüfung durch Anlüften des Ventiltellers (manuelles Abblasen/Prüfen), was ein Vorteil ist, zugleich droht bei diesen Modellen jedoch ein Verstellen der Einstellung durch unsachgemäße Handhabung. Ölverschmutzung bleibt eines der Hauptrisiken: Auch wenn ein Ventil dank robuster Konstruktion selbst gröberen Verunreinigungen standhalten kann (besonders direkt wirkende Typen), können größere Partikel dazu führen, dass das Ventil nicht vollständig schließt und leicht durchsickert, wodurch der Systemdruck unter den optimalen Wert sinkt. Bei vorgesteuerten Ventilen kann Schmutz die Pilotleitung verstopfen, sodass das Ventil im Bedarfsfall überhaupt nicht öffnet – dem lässt sich mit Filtern und mit der Bevorzugung einfacher Ventile in kontaminierten Systemen begegnen. Eine weitere mögliche Grenze liegt in der Temperaturempfindlichkeit der Werkstoffe: Bei extremem Frost kann eine Gummidichtung etwa verhärten, und das Ventil dichtet dann womöglich nicht oder öffnet nicht richtig. Für solche Bedingungen ist eine Sonderausführung zu wählen (z. B. Dichtungen aus Fluorsilikon für Frost). Abschließend lässt sich sagen: Sicherheitsventile für Öl sind hochzuverlässige Komponenten – aber nur dann, wenn sie richtig gewählt, installiert und gewartet werden.
Interne Links: Für verschiedene Anwendungen bieten wir ein breites Sortiment an Sicherheitsventilen. Neben Ölventilen finden Sie bei uns auch spezialisierte Sicherheitsventile für Wasser (für Heiz- und Wassersysteme) oder Sicherheitsventile für Dampf (geeignet für Kessel und Dampfleitungen mit hoher Temperatur). Werfen Sie auch einen Blick in die Hauptkategorie der Sicherheitsventile, wo Sie sämtliche Ausführungen finden – von kleinen Messingventilen bis zu großen industriellen Sicherheitsventilen. Wir sind überzeugt, dass Sie mithilfe dieses Leitfadens und unseres Angebots das richtige Sicherheitsventil für Ihr Ölsystem wählen, das dessen sicheren und störungsfreien Betrieb über lange Jahre sichert.
-
Sicherheitsventile 06C02; Standard für Druckluft
-
Entlastungsventile 6217; Vollhub für Druckluft
-
Sicherheitsventile 6370; für Wasser, Öl und Diesel
-
Entlastungsventile 6380-95; für Sattdampf und Stickstoff
-
Überdruckventile 6383-6012; aus Edelstahl mit Gewinde
-
Überdruckventile 6121; geflanschtes Gusseisen
-
Sicherheitsventile 6127; mit Flansch aus Edelstahl