Keilriemen auswählen und kaufen

Ratgeber: Wie Sie einen Keilriemen richtig auswählen und ausmessen

Keilriemen gehören nicht nur im Bereich der Luftkompressoren zum üblichen Verbrauchsmaterial. Sie finden ihren Platz überall dort, wo wir das Drehmoment von der treibenden auf die getriebene Riemenscheibe übertragen müssen. Eine solche Kraftübertragung hat gleich mehrere Vorteile. Deshalb empfehlen wir, bei Keilriemen niemals zu sparen, damit diese Vorteile wirklich genutzt werden. Und es geht nicht nur um die Lebensdauer. Keilriemen ermöglichen die Nutzung höherer Drehzahlen und Leistungen mit geringeren Verlusten, sie haben eine minimale Dehnung des Riemens unter Last, sorgen für einen leisen Lauf und schlucken Vibrationen.

Heute bringen wir Ihnen bei, diese Riemen richtig zu kaufen und auszuwählen. Sehr oft begegnen wir nämlich der Situation, dass der Anwender einen beschädigten oder gerissenen Riemen hat und nicht weiß, wie er ihn identifizieren und danach einen neuen beschaffen soll.

Keilriemen werden aus sehr widerstandsfähigem und langlebigem Gummi hergestellt (z. B. aus SBR-Gummi), in den ein Gewebekern für maximale Zugfestigkeit eingelegt wurde. Verwendet werden auch spezialisierte Materialien, die gegen Öle oder extreme Temperaturen beständig sind. Nichts ist jedoch für die Ewigkeit, und auch die hochwertigsten Riemen verdienen irgendwann einen Wechsel oder reißen.

Wo überall finden Riemen ihre Anwendung?

  • Kompressoren
  • Pumpen
  • Aggregate
  • Automotoren
  • Lichtmaschinen
  • Sägen
  • Waschmaschinen, Geschirrspüler
  • Verschiedene Produktionsmaschinen

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Identifikation des Keilriemens

Es gibt sehr viele Arten von Riemen. Nehmen Sie deshalb Ihren immer in die Hand und untersuchen Sie seinen Aufbau und seine Form.

Er kann folgenden Aufbau haben:

(manche Spezialriemen sind eine Kombination der Ausführungen)

Grundlegende Arten und Bauformen von Keilriemen

Wir ermitteln die Maße des Riemens

Die beste Situation ist, wenn Sie eine Maschine mit einem neuen Riemen vor sich haben. Auf dem äußeren Rücken jedes neuen Riemens finden Sie nämlich Angaben zur Größe und zum Hersteller, deshalb empfehlen wir, sich diese Informationen so bald wie möglich zum Beispiel im Prüfbuch zu notieren oder anderswo, wo Sie zum Gerät Aufzeichnungen führen. Von Vorteil ist bei manchen Herstellern von Kompressoren und anderen Geräten auch, dass Sie sich im Internet zur gesamten Spezifikation durchklicken können und feststellen, welcher Riemen auf die Maschine passt.

Aus einem abgenutzten Riemen lässt sich nur schwer etwas ablesen, also müssen Messschieber, Rollbandmaß und eine Schnur auf den Plan treten. Keine Sorge, wir haben nicht vor zu sticken. Die Schnur dient nämlich dazu, dass sich die Länge des Riemens leicht messen lässt. Und zwar so, dass Sie die Schnur einfach entlang des Umfangs der Außenfläche spannen. Danach genügt es, den abgemessenen Teil der Schnur an das Bandmaß zu legen und die Gesamtlänge des Riemens zu ermitteln. Vergessen Sie aber nicht, dass ein abgenutzter Riemen ausgelängt – verlängert – ist. Es kann sich um bis zu einige wenige Zentimeter handeln. Rechnen Sie damit und finden Sie heraus, wie viel Reserve zum Nachspannen der Spanner des Riemens direkt an der Maschine hat.

Den Messschieber braucht man dazu, um die äußere Breite (die größte Breite) und die Höhe des Profils genau zu messen. Bei Riemen mit mehreren Keilen ist es sinnvoll, auch den Abstand zwischen den Keilen zu messen. Von der Mitte eines Keils zur Mitte des nächsten Keils (bezeichnet als p). Sobald Sie alle Angaben zu den nötigen Maßen ermittelt haben, ist es Zeit, sich das Angebot im Shop selbst anzusehen.

Zusammenfassung der Messung

Möglichkeiten der Längenmessung

  • Innenlänge Li - gemessen an der Innenfläche
  • Außenlänge La - gemessen an der Außenfläche

Technisches Schema der Messung von Länge und Profil eines Keilriemens

Messung des Querschnitts

  • Breite des Riemens (b)
  • Höhe des Keils (h)
  • Winkel des Keils (a)
  • Abstand zwischen den Keilen (p) - (gilt bei mehrfachen Riemen mit mehreren Keilen)