Wie man eine Spritzpistole für den Farbauftrag auswählt?

Leitfaden: So wählen Sie die richtige Spritzpistole für den Farbauftrag aus

Verlangen Sie ein präzises Ergebnis beim Farbauftrag? Vergessen wir Pinsel und Farbdose – in diesem Artikel analysieren wir die Auswahl von Spritzpistolen und deren Hauptunterteilung im Detail. Da wir ein Fachgeschäft für Druckluft sind, konzentrieren wir uns auf Pistolen, die mit Luft aus einem Kompressor betrieben werden. Dies ist die verbreitetste Lösung und im Hinblick auf das Preis-Leistungs-Verhältnis immer noch die beste Wahl für Hobby-Heimwerker und Profi-Lackierer.

Spritzpistole und Farbauftrag mittels Druckluft

Das System des Farbspritzens mit Hilfe eines Kompressors ist einfach: Die vom Kompressor erzeugte Druckluft gelangt über einen Schlauch in die Spritzpistole, vermischt sich dort mit der Farbe aus dem zur Pistole gehörenden Becher und wird anschließend über die Düse ausgestoßen. Herkömmliche Pistolen arbeiten mit einem Druck von bis zu 6 bar, Niederdruckpistolen mit bis zu 2,5 bar und HVLP-Pistolen mit nur 0,7 bar. Was HVLP bedeutet, erläutern wir bei der Klassifizierung der Pistolen. Wir fügen hinzu, dass es auch die weniger genutzte, aber vor allem bei dickflüssigen Farben leistungsfähige Methode der Farbzufuhr über eine Niederdruckpumpe oder einen Behälter gibt. Wenn Sie Farbe nicht literweise versprühen, wird Sie diese kostspieligere Variante jedoch kaum interessieren.

Unterteilung der Pistolen nach Druck

  • Hochdruck (konventionelle Pistolen, die aufgrund des hohen Luftdrucks am Auslass einen höheren Sprühnebel/Staubanteil aufweisen)
  • Niederdruck (weisen dank des geringeren Auslassdrucks weniger Sprühnebel auf, hoher Luftverbrauch)
  • HVLP (niedrigster Druck, hohe Effizienz, geringster Sprühnebel, aber auch hoher Luftverbrauch)
    *HVLP steht für „High Volume Low Pressure“ – also hohes Volumen bei niedrigem Druck

Alle Pistolen der vorangegangenen Einteilung zählen zu den Becher-Spritzpistolen. Generell handelt es sich um ein einfaches System, bei dem auf der Pistole ein Becher angebracht ist, aus dem die Farbe durch Schwerkraft in den Pistolenkörper fließt, von wo sie die Druckluft durch die Düse auf das Material treibt. Entscheidend für das ordnungsgemäße Funktionieren dieses Systems ist eine dünnflüssige Konsistenz der Farbe. Druckluft-Spritzpistolen können sowohl für lösungsmittelhaltige (synthetische) Farben als auch für wasserlösliche Farben verwendet werden. Hingegen empfehlen wir nicht, Druckluftpistolen für Lasuren zu verwenden.

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Wann sollte man HVLP verwenden?

Der große Vorteil von HVLP ist zweifellos der geringe Sprühnebel und damit eine viel sauberere Arbeit. Das Prinzip besteht darin, dass eine Mehrblatt-Turbine bei geringem Druck die Düse mit einem gewaltigen Luftstrom versorgt.
Das Ergebnis ist ein perfekt zerstäubtes Material mit sehr feinen Partikeln, das in einem viel höheren Prozentsatz auf der Oberfläche des lackierten Bauteils haftet als bei konventionellen Pistolen. Durch die Einstellung der Düse verfeinern Sie nur noch die Form des Sprühstrahls, der im Ergebnis detailliert und präzise ist.

Welcher Düsendurchmesser bei der Spritzpistole?

Die Wahl des Düsendurchmessers ist entscheidend dafür, was Sie lackieren möchten. Davon hängt die Eignung der verwendeten Farbstoffe ab.

  • Für Grundierungen – Pistolen mit einer Düse von 1,2 bis 1,3 mm
  • Für Arbeiten mit Lacken, Acrylfarben und für Finishing-Arbeiten – Düse von 1,4 bis 1,5 mm
  • Grundierungen mit grober Körnung und Acryl-Typ 2K – Düse von 1,5 bis 1,7 mm
Detailansicht der Düse einer Spritzpistole zum Lackieren

Welches System ist am besten für Anfänger geeignet?

Da unser Artikel vor allem eine Einführung in die gesamte Problematik des Farbspritzens bietet, gehen wir davon aus, dass Sie zu den Anfängern gehören. Welche Ausrüstung sollte man also für die ersten Erfahrungen wählen? Unserer Meinung nach fahren Sie am besten, wenn Sie mit einer Pistole für niedrige Drücke beginnen. Ein großer Teil der Farbe bleibt dank des geringen Sprühnebels auf der Oberfläche haftet, eine bescheidene Kompressorkapazität reicht völlig aus und die geringe Reaktion auf Pulsationen sowie Änderungen des Eingangsdrucks ist erfreulich.
Mit einem solchen Gerät lässt es sich einfach arbeiten, auch an schwer zugänglichen Stellen. In der Zwischenzeit lernen Sie alle Besonderheiten und Merkmale der Arbeit mit der Spritzpistole kennen, und das Sammeln von Erfahrungen für künftige Arbeiten oder die Auswahl professionellerer Werkzeuge wird dann zum Kinderspiel.