
Steckverbindungen und ihre Anwendung unter der Lupe
Ein Hoch auf denjenigen, der die Steckverbindungssysteme erfunden hat. Sie haben nämlich eine Revolution in der effizienten Verteilung von Luft und anderen Medien zu den eigentlichen Anwendungen ausgelöst. Wahrscheinlich haben wir in dieser Hinsicht den maximal möglichen Komfort beim Verbinden und Trennen erreicht. Aber sind alle Stecksysteme gleich? Schauen wir uns diese Verbindungsart einmal genauer an.
Welche Möglichkeiten gibt es im Sortiment der Stecksysteme? Eigentlich ziemlich die gleichen wie bei anderen Systemen zur Verbindung und Verteilung von Luft oder anderen Medien. Und beim Medium können wir ruhig anfangen, denn es kommt darauf an, womit die Oberfläche der Verbindungen und Schläuche in Berührung kommt und welche Wechselwirkungen hervorgerufen werden. Achten Sie daher bei allen Komponenten darauf, ob sie beispielsweise für Chemikalien – aggressive Medien – geeignet oder umgekehrt für den Kontakt mit Lebensmitteln zugelassen sind. Diese Parameter geben wir immer zusammen mit einer Beschreibung an, für welche Anwendungen sich die Verbindung oder der Schlauch eignet. Dies betrifft vor allem die Automatisierungs-, Mess- und Regeltechnik oder pneumatische Druckluftverteilungen in der Industrie, im Maschinenbau und in der Automobiltechnik. Das sind die häufigsten Bereiche, in denen Stecksysteme an Produktionslinien eingesetzt werden.
Allgemeine Einteilung von Steckverbindungen hinsichtlich ihrer Verwendung:
- Standardverbindungen für allgemeine Anwendungen
- für höhere Drücke angepasste Verbindungen
- chemikalienbeständige Verbindungen
- für den Kontakt mit Lebensmitteln geeignete Verbindungen
- antistatische Ausführung
- feuerfeste Verbindungen nach DIN 5510-2
- schweißfunkenbeständige Verbindungen
Und was sind eigentlich die Nachteile von Stecksystemen, wenn wir sehen, welch große Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten sie abdecken und wie groß die Auswahl ist? Alles beginnt mit der richtigen Wahl entsprechend den geforderten Parametern, wodurch die meisten Probleme beseitigt werden. Einer der wenigen Nachteile, der nach einer geeigneten Wahl bleibt, ist die allgemein geringere Beständigkeit gegen mechanische Beanspruchung. Ein Teil davon wird durch die drehbare Ausführung der Verbindungen oder speziell hergestellte Polymere gelöst, aus denen die Schläuche bestehen. Und zur drehbaren Ausführung – diese speziellen Verbindungen bewältigen dank Kugellagern eine Rotation von bis zu 1500 Umdrehungen pro Minute. Ein Nachteil, den ein Teil des Verbindungssortiments aufweist, ist die Unmöglichkeit der Verwendung für Unterdruck. Warum? Das werden wir im nächsten Abschnitt analysieren, in dem wir uns ansehen, wie das Innere solcher Verbindungen eigentlich aussieht.
Aufbau einer Steckverbindung
Der Hauptteil der Steckverbindung ist der Körper selbst (Korpus) – aus Kunststoff oder einigen Metall- und Edelmaterialien, der zumindest auf einer Seite relativ scharfe „Zähnchen“ aus Edelstahl hinter einem Haltering (auch als Lösering bezeichnet) verbirgt. Dieser muss immer in die Verbindung gedrückt werden, um die Zähnchen zu öffnen und den Schlauch entweder einzuführen oder herauszuziehen. Das perfekt funktionierende und einfache System wird in den meisten Fällen durch einen im Inneren der Verbindung versteckten O-Ring (meist NBR) ergänzt, an dessen Wand wir den Schlauch für maximale Dichtheit „andrücken“ und dann den Haltering loslassen – die Verbindung ist fertig. Sie könnte sich so nur bei Unterdruck lösen.
Andere Systeme, insbesondere für größere Durchmesser, verwenden als Halteelement Drehverschlüsse. Diese Ausführung finden wir bei verschiedenen Luftverteilungen in Hallen und Betrieben.
Und wie sieht das andere Ende der Steckverbindung aus? Es gibt viele Möglichkeiten – von Verschraubungen und gleichen Verbindungen über Adapter, Tüllen, Drosselventile oder Absperrventile bis hin zu großen Verteilerverbindungen.
Und was ist mit den Schläuchen?
Steckverbindungen sind für elastische Pneumatikschläuche mit kalibriertem Außendurchmesser bestimmt. Normalerweise beginnt dieser Durchmesser bei 4 mm und endet in den meisten Fällen bei 12 oder 16 mm. Das am häufigsten verwendete Herstellungsmaterial ist Polyurethan – ein Polymer, das durch Polyaddition von Diisocyanaten und zwei- oder mehrwertigen Alkoholen unter Bildung einer Carbamatbindung hergestellt wird. Der Vorteil solcher Schläuche ist die hohe Flexibilität, aber auch die Beständigkeit gegen mechanische Beanspruchung. Weitere häufig verwendete Materialien sind Polyamid oder Schläuche aus dem Marken-Granulat Kynar HD4000 für die aggressivsten Medien. Auf der anderen Seite steht Silikon – in den meisten Fällen transparent für den Einsatz in der Lebensmittelindustrie. Solche Schläuche müssen natürlich absolut unbedenklich sein und entsprechen daher den Richtlinien FDA und 1935/2004 EG.
Unser gesamtes Schlauchsortiment können Sie hier erkunden: Druckluftschläuche

Was gibt es abschließend noch zu sagen?
Das Stecksystem ist der beste Freund im Bereich der Schlauchverbindung und Medienverteilung zur Anwendung. Sie müssen das Personal vor der Installation nicht aufwendig schulen, Sie müssen keine exorbitanten Summen in die Anschaffung von Komponenten, geschweige denn von Werkzeugen investieren. Halten Sie sich einfach immer an ein paar Grundregeln und wählen Sie gut nach Parametern aus – dann wird Ihnen das gesamte System jahrelang sorgenfrei dienen.
Die beliebtesten Kunststoff-Steckverbindungen in unserem E-Shop finden Sie hier: Steckverbindungen
Und das gesamte Verbindungsmaterial hier: Verbindungsmaterial für Druckluft